Galerie der Produkte

Konsum ist ein Spiel. Auch Kunst ist ein Spiel. Hierin treffen sich Welten, die sonst oft meilenweit auseinander liegen. Die Galerie der Produkte ist ein Projekt der #stadtwitten, welches die Bespielung der Schaufensterflächen der leerstehenden Großimmobilie der ehemaligen Galeria Kaufhof vorsieht. Akteur:innen aus Wirtschaft, Kunst, Handel, Kultur, Bildung, Handwerk, Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern in Witten gehen einzigartige Verbindungen ein und gestalten diese Fenster der Stadt. Finanziert aus dem Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte wird die Gestaltung unterschiedlichen Veranstaltungsreihen koordiniert.
In den Schaufensterscheiben wird sichtbar, wofür Witten steht. Sie sind aber auch eine Art Zukunftslabor: Wie wollen wir in dieser - unserer Stadt leben? Was ist uns wichtig? Was fehlt, was kann weg?

www.galeriederprodukte.eu

Galerie der Produkte

1 aus 99.000

Die großformatigen Porträts der Fotografin Julia Unkel zeigen Menschen dieser Stadt. Die Kaufhausinhaberin, den Kulturschaffenden, die Waldbesitzerin, den Friseur, die Politikerin, den  Kioskbesitzer. Es sind Gesichter unserer Stadt, verborgene Helden, die mit Leidenschaft ihrem Beruf und ihrer Berufung nachgehen und auf diese Weise die Stadt gestalten. 

Flankiert wird diese Ausstellung mit einer Podcastreihe, in der Britta Lennardt, Kuratorin der  Galerie der Produkte, die Menschen zu ihrer Stadt befragt. Wie sieht ihr Leben in Witten aus? Was beobachten sie? Was wünschen Sie sich für ihre Stadt? Der Podcast »1 aus 99.000 -  Geschichten einer kleinen Großstadt« ist ab September auf allen gängigen Podcastportalen zu  finden.

--

jung und wild

Vom dem 13. bis 29. August gehören die Schaufenster der Bahnhofstraße in der Galerie der Produkte Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Kinder fotografierten unter der Leitung des Teams von Beate Albrecht, theaterspiel, ihre Sicht auf unsere Stadt, formulieren eine Charta der Forderungen und bringen diese auf die Fensterscheibe vor ihren Fotografien auf. Im Camp »Meine Platte« entstehen Grafittis und Love Speech Plakate, die in der Galerie der Produkte ausgestellt werden.

Es lohnt sich, genau hinzuschauen. Wandel beginnt hier.

Foto: DJ Johnson

--

Meine Stadt mit deinen Augen

In einer Gemeinschaftsausstellung des Medienkunsttrios Leuchtstoff und des Fotoclubs  ObjektivArt`96 sehen die Flanierenden ungewöhnliche Ansichten dieser Stadt. "Deine Stadt  mit meinen Augen" ist amüsant, provokant und manchmal auch verwirrend.

Die Videoarbeit von  Leuchtstoff - das sind Peter Mäder, Wolfhard Lieber und Ralf Friedrich schenkt der Schaufensterbetrachtung einen doppelten Boden: Das Wort "Vitrine" kommt aus dem Französischen und kann übersetzt werden mit „Schaufenster, Schaukasten, Glasschrank" . Der Schaufensterbummel„lèche vitrine“ heißt wörtlich übersetzt „Vitrinen lecken“. Die Vitrine in der Vitrine von Leuchtstoff stimmt nachdenklich.

Die Exponate des Fotoclubs ObjektivArt`96 unter der Leitung von Philip Pearce setzen sich aus Fotografien, sowie einer digitalen und  analogen Installation zusammen, die ungewöhnlichen Detailperspektiven aus Witten zeigen. 

Eine Mikroförderung des Kulturforums Witten hat die Realisierung möglich gemacht.  

31.Juli - 28.August

Foto: Britta Lennardt

--

Painted Chainmail

Dieses Projekt in der »Galerie der Produkte« hängt zusammen mit der Aktion »Stadt + Spiel +  Kunst«, bei der eine Werbefotografie vergangener Zeiten von dem Künstler Philip Neugebauer übermalt wurde.

Eine Fotografie dieser Fotografie wird durch den Künstler auf die Reise geschickt - in die Städte Amsterdam, London, Bristol, u .a. Dort wird es von den Künstler:innen  nach Art eines Stille-Post-Spiels verfremdet, übermalt und weiter gereicht.

Die unterschiedlichen Stadien der Transformation, innerhalb derer sich die Rollenklischees, die Vorstellung von Glück, Konsum und Diversität wandeln, sind während des Prozesses ab dem 1. September auf einem  Bildschirm in der Galerie der Produkte zu sehen.

Am Ende der Reise landet das Bild wieder bei  Philipp, der das Ergebnis der Übermalungen auf der Originalfläche aufbringen wird.

Ab 1. September 2021

Foto: Dana Schmidt

--

Stadt+Spiel+Kunst

An der Galerie der Produkte zeugt eine großformatige Werbefotografie von einer vergangenen Zeit. Der Künstler Philip Neugebauer brachte bunte Rechtecke mit Acrylfarbe von außen auf diesem Fenster an. Die Farbe kann durch einfaches Kratzen mit einem Plastikspachtel von der  glatten Fensterfläche gelöst werden, ohne diese zu beschädigen.

Vom Schulkind auf dem Weg zur Gerichtsschule, über die Flanierenden, sowie auch Polizist:innen auf dem Weg zum  Dönerladen, sind alle eingeladen, ihren Teil zur Gestaltung des Fensters beizutragen. 

Kunst ist Spiel. Sie darf angetastet werden. Alle sind eingeladen. Kunst bildet Wandel ab. Sie initiiert Wandel und ist selbst dem Wandel ausgesetzt.

August bis Oktober

Foto: Dana Schmidt